2026-10-20 10:34:16

GROHE:

Trinkwasserhygiene und Energieeffizienz

Fach-Austausch zu aktuellen österreichischen Normen und praxistauglichen Lösungen in Wien.

Erich St. Peischl

GROHE-Experte Heiko Bonin.

GROHE-Experte Heiko Bonin.

Rund 50 Gäste tauschten sich am 29. September 2026 in Wien zu aktuellen Anforderungen an Trinkwasserhygiene, Energieeffizienz und normgerechte Planung aus. Dipl.-Ing. Dr. Arno Sorger, Geschäftsführer und Technischer Leiter des Labors W.H.U. in Bischofshofen, ordnete die Bedeutung relevanter Normen für Planung, Betrieb und hygienische Sicherheit von Trinkwasserinstallationen ein. GROHE-Experte Heiko Bonin veranschaulichte anhand der GROHE-Lösungen Heat Recovery, AquaBooster und Infrarot-Armaturen, wie sich Normvorgaben praxisnah und ressourcenschonend umsetzen lassen 

Wie lassen sich hohe Anforderungen an Trinkwasserhygiene, Energieeffizienz und normgerechte Planung in modernen Sanitärsystemen zusammenbringen? Dieser Frage widmete sich die Fachveranstaltung „Das Match zwischen Trinkwasserhygiene & Energie“ am 29. September 2026 in der Bibliothek des Architekturzentrums Wien. Rund 50 Gäste aus Planung und Branche nahmen am Austausch mit den Experten Dr. Arno Sorger und Heiko Bonin teil. 

Dipl.Ing. Arno Sorger referierte zu relevanten ÖNORMEN.

Dipl.-Ing. Dr. Arno Sorger, Geschäftsführer und Technischer Leiter des Labors W.H.U. (Wasser, Hygiene, Umwelt) im österreichischen Bischofshofen und Mitgestalter mehrerer relevanter ÖNORMEN, ordnete die Bedeutung hygienisch sicherer Trinkwasserinstallationen im Kontext nachhaltiger Gebäudeplanung ein. Im Mittelpunkt standen dabei die aktuellen normativen Anforderungen rund um die ÖNORM B 1921, die ÖNORM B 2531 sowie die europäischen Normen EN 806 und EN 1717. Sorger verdeutlichte, dass Trinkwasserqualität nicht allein am Endprodukt entschieden wird: Planung, Bau, Inbetriebnahme, Betrieb und regelmäßige Systembewertung greifen ineinander. 

Ein zentraler Impuls des Abends: Hygienische Sicherheit und Energieeffizienz dürfen nicht getrennt betrachtet werden. Besonders bei Warmwasserinstallationen kommt es auf die fachgerechte Auslegung, ausreichenden Durchfluss, passende Temperaturen sowie die Vermeidung von Stagnation und Biofilm-Bildung an. Die ÖNORM B 2531 liefert wichtige Ansätze für die energieeffiziente Planung, die ÖNORM B 1921 formuliert Anforderungen an die mikrobiologische Wasserbeschaffenheit und deren Überwachung. 

Im zweiten Vortrag zeigte Heiko Bonin, Leader Training Grohe CE und seit mehr als 30 Jahren Gas- und Wasserinstallateurmeister, wie sich die normativen Vorgaben in der Praxis umsetzen lassen. Anhand konkreter Produktlösungen von GROHE erläuterte er Möglichkeiten für eine bedarfsgerechte und zugleich ressourcenschonende Sanitärplanung. Auch die Anforderungen der EU-Taxonomie und ihre Relevanz für die Planung moderner Gebäude wurden aufgegriffen. 

Der anschließende Austausch und das Networking boten Raum für individuelle Fragen und den direkten Austausch mit den Referenten. Das große Interesse der Teilnehmenden machte deutlich: Der Bedarf an praxisnaher Orientierung an der Schnittstelle von Trinkwasserhygiene, Normung und Energieeinsparung ist hoch.

Druckversion